In jedem Fall ist die hochfliegende Spannung zwischen Ordnung und Chaos belebend.

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Tedja wurde 1971 in den Niederlanden geboren, wo er in Amsterdam lebt, und hat seine zweite Einzelausstellung in den USA und sein Debüt in Los Angeles. Der Lauf der Show wurde verkürzt, als Chimento Contemporary Mitte März wegen der COVID-19-Pandemie geschlossen wurde, wobei 210 von Tedjas Gemälden auf Papier an Galeriewänden befestigt waren.

Glücklicherweise sind sie immer noch da. Und sie werden bis Ende des Monats sein, da die Galerie langsam mit Gesundheitsvorkehrungen wiedereröffnet wird.

 Mit Farbe, Kreide und Buntstift zeichnet Michael Tedja auf einheitliche Bögen handelsüblichen Kartons.

Michael Tedja zeichnet mit Farbe, Kreide und Kreide auf einheitliche Bögen handelsüblichen Kartons.
(Christopher Knight / Los Angeles Zeiten)

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Strukturfarbe, Kreide und Kreide werden auf gleichmäßigen Papierbögen eingesetzt, die in einer Rasterformation ausgekleidet sind, die den Raum tapeziert. Die Bilder reichen von figurativ bis abstrakt, obwohl die meisten besser mit dem Upfront-Modifikator „semi.“ Tedjas semi-abstrakter und semi-figurativer Ansatz scheint entschlossen zu sein, seine Bilder nicht festzuhalten.

Ein unscharfer blauer Kreis, umgeben von strahlenden Linien, könnte die Vorstellung eines Kindes von einer Blume sein, das Schulzimmerdiagramm einer Explosion oder nur ein unscharfer blauer Kreis, umgeben von strahlenden Linien. Ein Dreieck wird zu einem UFO, das sich auf einer vertikalen Explosion dicker roter Flecken abhebt, während ein Netzwerk von Serpentinenlinien eine Pastiche eleganter abstrakter Gemälde von Brice Marden hervorruft, die sich in einen wütenden Wutanfall verwandeln.

In der Nähe verschmilzt ein weiteres Gewirr zu einer Grafik, die zufällige Ladungen elektrischer Gehirnwellen beschreibt, oder vielleicht ein Schädel von Jean-Michel Basquiat. Freimaurerische Geheimnisse tauchen aus einem Augapfel auf, der über einer alten Pyramide schwebt, rätselhafte gelbe Handschrift, die von Wolken gesprühter blauer Farbe verdeckt wird, während cartoonartige Gedankenblasen zwei pinselige, vertikale weiße Formen in ein Paar Geister verwandeln, die tief in spektrale Konversation verstrickt sind.

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 Tedjas Zeichnungen sind semi-abstrakt und semi-figurativ.

Tedjas Zeichnungen sind semi-abstrakt und semi-figurativ.
(Christopher Knight / Los Angeles Zeiten)

Tedja ist eine Art Neo-KoBrA-Künstlerin. Seine extravaganten Bilderstürme und lebhaften Farbspuren erinnern an die Gruppe dänischer (Kopenhagen), belgischer (Brüssel) und niederländischer (Amsterdam) Künstler, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg kurz zusammenschlossen. Ihr Ziel war es, das konventionelle Denken zu verbannen, das alles von bürgerlichen Ritualen des täglichen Lebens bis hin zu intellektuellen Theorien über avantgardistische Kunst umfasste.

Expressionistische Spontaneität war ein primäres Werkzeug. Tedja wendet es auf oft erkennbare, unexpressionistische visuelle Zeichen und Hinweise an.

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McDonalds goldene Bögen, ausgelassene Tänzer in russischen Volksmärchen, die raffinierten spirituellen Abstraktionen des Malers Alexei Jawlensky, Turnerflips, E.T. Die extraterrestrische Konvention in Tejdas Kunst entspricht dem Umblättern von Kanälen im Fernsehen oder dem Surfen im Internet in der noch jungen digitalen Welt. Seine Zeichenfläche ist kommerzieller Karton — die Werke tragen den Titel „The Color Guide Series“ — und die entlang der Papierkante gedruckten Farbbalken bleiben freigelegt. Tedja identifiziert einen massenproduzierten zeitgenössischen Standard, gegen den er das entschieden einzigartige, sogar aberrationale Markenmachen drückt.

Jedes Blatt ist gleich 25 Zoll hoch und 18 Zoll breit. Die physische Einheitlichkeit des Papiers schafft eine räumliche Äquivalenz, die dem konzeptionellen Rahmen entspricht, in dem jedes Bild auf Augenhöhe ist.

Die Umgebung bricht in eine ausgelassene visuelle Kakophonie aus, spielerisch verrückt.

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Zweihundertzehn verschiedene Geschichten werden auf einmal erzählt, jede ohne Ende. Warum sich ein Betrachter zu dieser Tedja-Zeichnung hingezogen fühlt, wird über diese Tedja-Zeichnung zu einem unerwartet reizvollen Rätsel.

Michael Tedja

Wo: Chimento Contemporary, 4480 W. Adams Blvd., L.A.
Wann: Mittag-4 p.m. Freitags und samstags; auch nach Vereinbarung. Endet am 30.Juni.
Info: (323) 998-0464, chimentocontemporary.netz

 Michael Tedja hat die Galerie tapeziert

Michael Tedja hat die Galerie tapeziert
(Chimento Contemporary)

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